8 Stunden Klassiker in Liedolsheim

Besser als im Vorjahr verliefen die freien Trainings im Vorfeld des 50ccm Langstreckenrennens auf der Kart-Bahn in Liedolsheim. Durch diesen Umstand war es dem Team möglich, recht früh mit der Feinabstimmung des Derbi Aggregats bzw. des Honda RS Fahrgestell zu beginnen. Somit war das Team rund um Teamchef Ronald Meinzer mit seinen Mechanikern Rainer Seitz und Jörg Michaelis gut für das Qualifying gerüstet. Wie auch in den Jahren zuvor fuhr Joachim Meinzer das Zeittraining und stellte die Honda mit einer Rundenzeit von 55,00 Sekunden auf den 3. Startplatz.

Am 5.September um 11 Uhr erfolgte der Start zum 8 Stunden Rennen, den die Boxerin Melanie Zwecker eröffnete. Die giftgrüne Honda mit der Startnummer 12 vom MSC Graben-Neudorf erwischte mit Startfahrer Joachim Meinzer den besten Start und konnte auch in der ersten Stunde den Vorsprung permanent ausbauen. Nach einer Stunde übergab Joachim die Maschine an Felix Lampert mit 2 Runden Vorsprung auf die Zweitplatzierten. Aber auch Felix fuhr tiefe 55 er Rundenzeiten, was zur Folge hatte, daß man die Führung weiter ausbauen konnte. Nach der Halbzeit des Rennens war das Team mit der Nummer 12 auf dem besten Weg einen weiteren Rekord zu knacken. Mit 252 Runden wären das über 500 Runden nach 8 Stunden gewesen, was noch nie ein Team in der 22-jährigen Geschichte geschafft hat.

Allerdings machte Petrus dem Ganzen mit einem kurzzeitigen Regenschauer einen Strich durch die Rechnung, somit musste man die Geschwindigkeit drosseln und mit den Slicks gefühlvoll umgehen. Obwohl Felix mit nasser Fahrbahn kaum Erfahrung hatte, meisterte er es souverän und übergab nach nunmehr 6 Stunden erneut an Joachim mit 9 Runden Vorsprung.

Bei abtrocknender Fahrbahn ging die Fahrt wie an der Schnur gezogen weiter. Nach ca. 6,5 Stunden jedoch schienen plötzlich die Felle davon zu schwimmen. Ein Kolbenklemmer auf der Gegengeraden ließ den Puls von Joachim in die Höhe schnellen, jedoch gelang es ihm den Motor sofort wieder freizubekommen und konnte mit ca. 70% Einsatz die Fahrt fortsetzen. Eine Runde später setzte erneut ein Regenschauer ein, was unserem Team entgegen kam, da alle langsamer fuhren und somit der Abstand gleich blieb. Einige Teams in der Spitzengruppe wechselten auf Regenreifen, was sich als die falsche Wahl herausstellte. Nach der Wechselorgie lag das Team vom MSC Graben-Neudorf mit 14 Runden in Führung, so übergab Joachim zum letzten Mal an Felix für die Schlussstunde, mit dem Hinweis nur noch mit dreiviertel Gas zu fahren. Felix setzte es hervorragend um und brachte die Maschine mit immer noch 11 Runden Vorsprung ins Ziel.

Glückwunsch an das ganze Team mit Ronald Meinzer, Rainer Seitz, Jörg Michaelis und den Fahrern Joachim Meinzer und Felix Lampert.